Unflexible Stare

Es sieht so aus, als wären Stare auf den Baum fixiert. Ich habe ja schon seit 5 Tagen einen großen Energiekuchen in der Halterung etwa einen guten halben Meter neben der Magnolie aufgestellt. Von den Meisen wurde er auch sofort angenommen, aber nicht von den Staren. Die haben sich weiter um den letzten Energieblock im Baum gestritten. Der ist heute aber endgültig zu Ende gegangen. Um den Staren die Umgewöhnung zum Energiekuchen zu erleichtern, habe ich gestern den Pfahl etwas näher zum Baum gestellt, wollte ihn aber wiederum nicht so stellen, dass er mitten im Geäst ist, sondern näher beim Fenster und besser zu fotografieren. Jetzt steht er sehr nahe an einem Ast.

Heute sah ich dann tatsächlich ein Starenweibchen dran picken – allerdings ist sie wirklich auf den äußersten, sehr dünnen, wackligen Ast geklettert und hat von dort ziemlich mühsam am Energiekuchen gepickt. Es scheint so, als hätte sie auf dem wackligen Baum ein besseres Gefühl als auf dem unbekannten neuen Objekt – dabei habe ich diese Halterung doch extra wegen der Stare angeschafft – sie hat nämlich einen Ring ringsherum, und die Vögel können auch direkt oben auf dem Energiekuchen sitzen. Außerdem ist das Ganze dann nicht so wacklig wie an den hängenden Energieblöcken im Baum. Also sollte es gerade für größere Vögel angenehmer sein. Immerhin ist mir aber heute dieses Foto gelungen:

Star und Tannenmeise am Energiekuchen

Star und Tannenmeise am Energiekuchen

Die Stare scheinen aber sehr misstrauisch und sehr unflexibel gegenüber allem neuen zu sein. Einen zweiten Star sah ich heute immerhin doch noch oben auf dem Energieblock sitzen, aber die Scharen, die sonst im Baum saßen, habe ich noch nicht gesehen. Aber gegen Abend ist ja immer weniger los. Mittags sind meist die Katzen draußen, morgens auch oft, und seit der Umstellung auf Sommerzeit wird es morgens erst später hell. Ich muss wohl wieder auf’s Wochenende warten, um zu sehen, wie sich die Vögel entwickeln.

Die Meisen scheinen den neuen Energiekuchen wiederum zu lieben:

tannenmeise

Sogar eine Sumpfmeise habe ich heute dran gesehen – und sie war gegenüber der Tannenmeise sogar ziemlich dominant und hat den Energiekuchen mit Einsatz verteidigt.

sumpfmeise

Die Sumpfmeise war ziemlich lange da. Auf diesem Foto sieht man, wieso ich sie für eine Sumpf- und nicht für eine Weidenmeise halte, denn der schwarze Fleck am Kinn ist klar abgegrenzt und relativ klein:

sumpfmeise

Hier ist mir mal wieder ein sehr abstraktes „Künstlerfoto“ geglückt. Naja, „passiert“ wäre wohl der bessere Ausdruck als geglückt – sowas schafft man ganz sicher nicht, wenn man es will…

sumpfmeise

Sonst hat sich in den letzten Tagen nicht viel getan – zumindest hab ich nicht allzuviel mitgekriegt. Es ist jetzt aber deutlich wärmer geworden, seit heute auch sonnig, und scheint endlich Frühling zu werden. Es liegt zwar noch fast überall noch eine dicke Schneedecke, aber vielleicht finden die Vögel ja doch schon auch andere Nahrung. Insekten sieht man jedenfalls an warmen Tagen schon fliegen. Ich bin jedenfalls schon sehr gespannt, welche Arten der Futterstelle treu bleiben, auch wenn der Schnee verschwunden ist, und welche sich gar nicht mehr blicken lassen.

Ach ja, fast hätte ich es vergessen: Ich kann mit Stolz verkünden, dass die Firma Vivara auf ihrer Deutschland-Homepage (meine Links hier führen sonst immer zur österreichischen Seite) diesen Blog verlinkt hat. Das hat mich wirklich sehr gefreut! Immerhin war es ja diese Firma, die mich durch ihre Produktvielfalt und andersartigen (katzensicheren!) Futtersysteme überhaupt erst für die Vogelfütterung begeistert hat. Vielleicht kriege ich ja dann doch mal den einen oder anderen Kommentar hier.  (Übrigens, nein, ich kriege nichts von denen bezahlt, aber wenn ich von einer Sache begeistet bin und auch mit gutem Gewissen dahinter stehen kann, empfehle ich es gerne aus eigenem Antrieb weiter!)

~ von Fips am 1. April 2009.

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